Private Markets entwickeln sich neben Bankfinanzierungen und den öffentlichen Kapitalmärkten zur dritten tragenden Säule des europäischen Finanzsystems. Private Equity und Private Credit gewinnen gegenüber klassischen Bankfinanzierungen rasant an Bedeutung, befeuert durch den reformierten europäischen Langfristfonds (Eltif 2.0). Das in Eltifs verwaltete Vermögen wuchs 2025 um 55 Prozent auf 34 Milliarden Euro.
Die Reform bringt flexiblere Diversifikationsregeln, den Wegfall der Mindestanlageschwelle, eine Öffnung für Kleinanleger und einen europäischen Vertriebspass. Zugleich erweitert sich das Strategiespektrum – von Private Credit über Secondaries bis hin zu Evergreen-Strukturen. Flankiert wird das Regime durch die AIFMD II, die seit April 2026 auch in Deutschland Anwendung findet.
Dr. Timo Bernau und Dr. Martin Freytag, Rechtsanwälte bei GSK Stockmann, analysieren in der Verlagsbeilage „Alternative Investments“ der Börsen-Zeitung die Chancen und Herausforderungen von Eltif 2.0 für die europäischen Private Markets.